Bologna – Unter Arkaden durch Jahrhunderte

Arkaden prägen Wege, Begegnungen und Alltag. Lerne kennen, warum Küche, Räume und Blickachsen den Charakter von Bologna bestimmen.

Erleben | Kultur | Aktivitäten | Via Europe


Altstadt von Bologna mit dem Asinelli-Turm im Hintergrund, historischen Gebäuden und Passanten bei sonnigem Wetter und blauem Himmel mit weißen Wolken.Altstadt von Bologna

Flagge Italien Das Wichtigste über Bologna im Überblick

🗺️ Bologna liegt im Norden Italiens in der Region Emilia-Romagna, genau dort, wo die Ebene in Richtung Apennin sanft ansteigt. Die Stadt wirkt wie ein großer, begehbarer Salon: kilometerlange Arkaden (Portici) verbinden Plätze, Kirchen und Einkaufsstraßen zu einem wetterfesten Netz, das man schnell lieben lernt. Zentraler Mittelpunkt ist die Piazza Maggiore (Piazza Maggiore), flankiert von der Basilika San Petronio und den großen Stadtpalästen – hier beginnt fast jeder erste Rundgang, hier kehrt man am Ende wieder zurück. Dass die Arkaden 2021 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet wurden, passt zur Stadt: Bologna schützt nicht nur Kunst, sondern auch Alltagskultur.

📜 Bologna ist eine der ältesten Städte Italiens und trug schon in der Antike den Namen Bononia. Ihre europäische Bedeutung wuchs im Mittelalter, als Handel, Handwerk und Recht die Stadt reich machten und die Kommune ihre Unabhängigkeit behauptete. Berühmt ist Bologna außerdem für die Universität, die das Stadtbild bis heute prägt: Studenten, Professoren und Debatten gehören hier so selbstverständlich dazu wie die Arkaden. Historische Schichten liegen dicht übereinander – von mittelalterlichen Türmen über Renaissancepaläste bis zu modernen Museen – und trotzdem wirkt Bologna nie wie ein Freilichtmuseum, sondern wie eine Stadt, die Geschichte einfach im Alltag trägt.

👪 In Bologna leben rund 390.000 Menschen, im Ballungsraum deutlich mehr – und genau diese Mischung spürt man: Großstadtenergie, aber mit überschaubarem Zentrum. Die Universität zieht junge Menschen aus ganz Italien und aus vielen Ländern an, weshalb Cafés, Bibliotheken und Plätze bis spät belebt sind. Gleichzeitig hat Bologna ein sehr "lokales" Rückgrat: Marktleute, Handwerker, Familienbetriebe und Traditionsgeschäfte halten die Stadt geerdet. Wer länger bleibt, merkt schnell: Bologna ist offen, aber nicht beliebig – die Stadt hat einen eigenen Ton, der sich zwischen Genuss, Bildung und Gelassenheit einpendelt.

🏘️ Bolognas Innenstadt ist sofort erkennbar: warme Rot- und Ockertöne, endlose Arkadenreihen und dunkle Holzportale, die in Innenhöfe führen. Über den Dächern ragen die mittelalterlichen Türme auf, vor allem die berühmten Due Torri, während große Achsen wie die Via dell'Indipendenza den Bahnhof mit dem Zentrum verbinden. Die Piazza Maggiore ist von Palästen umstellt, die wie Kulissen wirken – Palazzo d'Accursio, Palazzo del Podestà, Palazzo dei Notai – und doch sind sie keine bloße Fassade, sondern Teil des städtischen Lebens. Besonders schön ist Bologna im Seitenstraßenrhythmus: Sobald man die Hauptlinien verlässt, wird die Stadt leiser, intimer und noch authentischer.

🏆 Typisch für Bologna ist diese seltene Kombination aus "großer Stadt" und "guter Stube": Man flaniert unter Arkaden, kauft im Quadrilatero ein und sitzt danach in einer Osteria, als wäre Zeit kein Thema. Kulinarisch ist Bologna legendär – Tagliatelle al ragù, Tortellini, Mortadella und Käseplatten sind hier keine Touristennummer, sondern Alltag. Kulturell bleiben die Portici im Gedächtnis, die wie ein architektonischer Handschlag wirken, und natürlich der Blick von oben: vom Torre degli Asinelli oder vom Hügel des Santuario di San Luca. Wer Bologna besucht, nimmt meistens zwei Dinge mit: einen vollen Magen – und das Gefühl, in einer Stadt gewesen zu sein, die sich selbst genügt.


Bologna Erleben

📷 Was gibt es in Bologna zu erleben?

Ein Tag in Bologna beginnt idealerweise auf der Piazza Maggiore (Piazza Maggiore), denn hier pulsiert die Stadt zwischen Basilika, Palästen und Straßenmusik. Von dort gehst du ein paar Schritte zur Fontana del Nettuno, tauchst dann ins Quadrilatero ein und merkst sofort, warum Bologna als Genussstadt gilt: enge Gassen, Delikatessenläden, Käse, Pasta, Wein – und mittendrin der Mercato di Mezzo als kulinarischer Treffpunkt. Danach lohnt sich ein Perspektivwechsel: Richtung Due Torri, wo die mittelalterliche Skyline plötzlich ganz nah ist, und wer die Stufen im Torre degli Asinelli erklimmt, versteht Bolognas Dachlandschaft auf einen Blick. Am Nachmittag passt Kultur: Archiginnasio und Anatomisches Theater, MAMbo oder Palazzo Pepoli – je nach Lust auf Geschichte oder Gegenwart. Und zum Finale gibt es zwei klassische Bologna-Momente: ein Aperitivo in der Via del Pratello oder unter den Arkaden rund um die Altstadt, und – wenn Zeit und Beine reichen – der Aufstieg über den Portico di San Luca hinauf zum Santuario: 666 Bögen, ein langer Atem, und oben ein Blick, der die Stadt weichzeichnet.


⛲ Der Hauptplatz von Bologna

Der Hauptplatz ist die Piazza Maggiore (Piazza Maggiore), seit dem Mittelalter das Herz der Stadt und bis heute ihr Wohnzimmer. Rundherum stehen die großen "Bühnenbauten" Bolognas: die Basilika San Petronio, das Rathaus im Palazzo d'Accursio und die historischen Amts- und Zunftpäste, die dem Platz seine Würde geben. Besonders schön ist der Platz am frühen Abend, wenn das Licht flacher wird, die Arkaden Schatten zeichnen und Bologna gleichzeitig lebendig und erstaunlich ruhig wirkt.


🏰 Sehenswürdigkeiten in Bologna

Die Zwei Türme (Le Due Torri / Torre degli Asinelli e Torre Garisenda)
Bolognas berühmtestes Symbol ragt über dem Zentrum auf: zwei mittelalterliche Türme, die die alte "Turmstadt" erahnen lassen. Der Torre degli Asinelli ist begehbar und belohnt mit einem der besten Ausblicke über Dächer, Kuppeln und Arkaden.

Die Arkaden von Bologna (I Portici di Bologna)
Unter den Arkaden bewegt man sich wie in einem überdachten Stadtraum – praktisch bei Sonne, Regen und im Winter. Sie sind mehr als Architektur: Sie sind Bolognas soziale Bühne, auf der sich Alltag, Studium und Genuss mischen.

Der Archiginnasio-Palast (Palazzo dell'Archiginnasio)
Ein historisches Universitätsgebäude, das Bologna als Wissensstadt fühlbar macht. Das Anatomische Theater aus Holz ist ein Highlight, weil es Geschichte nicht erklärt, sondern inszeniert.

Das Marktviertel Quadrilatero (Il Quadrilatero)
Ein Labyrinth aus Gassen direkt hinter der Piazza Maggiore, in dem Bologna nach Käse, Brot und Mortadella riecht. Hier kauft man nicht nur ein – man erlebt die Stadt über Geschmack und Geräusche.

Die kleine Kanal-Fensterluke (Finestrella di Via Piella)
Bologna hat Kanäle – nur sieht man sie selten, weil viele Abschnitte überbaut sind. Durch diese "Fensterluke" blickst du auf Wasser, Brücken und eine überraschend venezianische Mini-Szenerie mitten in der Stadt.


Außenansicht eines Souvenirgeschäfts in der Altstadt von Bologna mit Renaissance-Fassade, Rundbögen, venezianischen Masken, Keramikartikeln, Postkarten und klassischen italienischen Souvenirs.Souvenirgeschäft in Bologna

🛒 Einkaufen in Bologna

Die Hauptgeschäftsstraße ist die Via dell'Indipendenza (Via dell'Indipendenza): breit, zentral und perfekt, wenn du Filialen, Kaufhäuser und schnelle Besorgungen suchst – und nebenbei immer wieder unter Arkaden gehst. Stilvoller und "bolognesischer" wird es rund um die Via Rizzoli (Via Rizzoli) und den Quadrilatero, wo Delikatessenläden, traditionelle Handwerksgeschäfte und kleine Boutiquen in dichtem Rhythmus aufeinanderfolgen. Wer Bologna als Souvenir mitnehmen will, findet hier Pasta, Mortadella, Schokolade und Küchenklassiker – und merkt schnell: In dieser Stadt wird Shopping fast automatisch kulinarisch.

Markthalle Mercato delle Erbe (Mercato delle Erbe)
Die größte überdachte Markthalle im historischen Zentrum – ideal für frische Produkte, Käse, Fleisch und Wein. Seit der Modernisierung gibt es zusätzlich Food-Stände, sodass Marktbesuch und Snack nahtlos ineinander übergehen.

Markt Mercato di Mezzo (Mercato di Mezzo)
Seit dem Mittelalter ein Ort für Handel und Begegnung – heute ein lebendiger Food-Markt im Herzen des Quadrilatero. Du kannst hier einkaufen, probieren oder einfach durchgehen und Bologna "kosten", ohne dich gleich festzulegen.

Einkaufszentrum Shopville Gran Reno (Shopville Gran Reno)
Ein großes Einkaufszentrum im Großraum Bologna, praktisch für den "Alles an einem Ort"-Einkauf. Gut, wenn du gezielt shoppen willst und die Altstadt nicht mit Tüten beladen möchtest.

Einkaufszentrum Centro Lame (Centro Lame)
Ein weiteres Center außerhalb des engen Zentrums, das viele Alltagsläden bündelt. Besonders nützlich, wenn du schnell und wetterunabhängig einkaufen willst.


Kultur in Bologna

🏛️ Museen in Bologna

Städtisches Archäologisches Museum (Museo Civico Archeologico)
Ein ruhiges, inhaltsstarkes Museum, das Bologna von der etruskischen Zeit bis zur römischen Epoche greifbar macht. Ideal, wenn du nach Markt und Platz einmal "Tiefe" suchst – ohne lange Wege.

Museum der Geschichte Bolognas (Museo della Storia di Bologna – Palazzo Pepoli)
Ein modernes Stadtmuseum, das Bologna als Erzählung präsentiert: multimedial, anschaulich und gut für einen ersten Überblick. Perfekt, um die Stadt nach einem Vormittag draußen besser "einzuordnen".

Museum der Musik (Museo internazionale e biblioteca della musica)
Bologna hat eine starke Musiktradition, und dieses Museum macht sie elegant sichtbar – mit Instrumenten, Partituren und einer schönen Atmosphäre. Ein guter Tipp, wenn du etwas Leichtes, aber Besonderes suchst.

MAMbo – Museum für moderne Kunst (MAMbo – Museo d'Arte Moderna di Bologna)
Hier zeigt Bologna seine zeitgenössische Seite, oft mit wechselnden Ausstellungen und starken Themen. Nach all den Arkaden wirkt MAMbo wie ein frischer Schnitt in die Gegenwart.

Museo per la Memoria di Ustica (Museo per la Memoria di Ustica)
Ein sehr besonderes, nachdenkliches Museum, das Kunst und Erinnerung verbindet. Es ist kein "leichter" Besuch – aber einer, der lange nachwirkt.


🎨 Kunst in Bologna

Ausstellungen im MAMbo (MAMbo – Museo d'Arte Moderna di Bologna)
Wechselausstellungen, Fotografie, Installationen – Bologna zeigt hier, dass die Stadt nicht nur historisch denkt. Gut geeignet, wenn du nach Dom und Türmen etwas völlig anderes sehen möchtest.

Fondazione MAST (Fondazione MAST)
Ein spannender Ort für Fotografie und Industrie-/Arbeitswelt-Themen, architektonisch modern und inhaltlich oft überraschend. Ideal für alle, die Bologna jenseits der Postkarten erleben möchten.

Galleria d'Arte Moderna – Bologna (Galleria d'Arte Moderna / MAMbo)
Moderne und zeitgenössische Positionen, die häufig mit der Stadtgeschichte "in Dialog" treten. Der Besuch passt besonders gut an Regentagen – Bologna bleibt dann trotzdem inspirierend.


⛪ Kirchen in Bologna

Die markanteste Kirche der Stadt ist die Basilika San Petronio (Basilica di San Petronio) an der Piazza Maggiore: groß, mächtig und mit einer berühmten, teilweise unvollendeten Fassade, die Bologna sofort erkennbar macht. Innen wirkt sie wie ein eigener Kosmos – weit, kühl und beeindruckend, besonders wenn man vom sonnigen Platz hereinkommt. Wer Bologna als Stadt der Symbolnamen erleben will, beginnt hier: Religion, Bürgersinn und Stadtstolz liegen in San Petronio eng beieinander.

Heiligtum Madonna di San Luca (Santuario della Beata Vergine di San Luca)
Bolognas ikonischer Wallfahrtsort auf dem Hügel, traditionell erreichbar über den langen Portico di San Luca. Der Weg über die Arkaden ist selbst Teil des Erlebnisses – oben wartet ein Panorama, das die Stadt weich und weit erscheinen lässt.

Basilika Santo Stefano (Complesso di Santo Stefano)
Ein außergewöhnlicher Kirchenkomplex, der aus mehreren Räumen und Höfen besteht und sich wie eine kleine, spirituelle Stadt anfühlt. Perfekt, wenn du in der Altstadt einen ruhigen, "zeitlosen" Ort suchst.

Kathedrale San Pietro (Cattedrale Metropolitana di San Pietro)
Die eigentliche Kathedrale Bolognas, oft weniger überlaufen als San Petronio. Ein guter Stopp, wenn du Kirchenarchitektur magst, aber lieber abseits der Hauptströme unterwegs bist.


Aktivitäten in Bologna

🌳 Parks in Bologna

Giardini Margherita (Giardini Margherita)
Bolognas bekanntester Stadtpark ist perfekt für eine Pause zwischen Kultur und Kulinarik. Hier joggt man, picknickt, sitzt am Wasser oder beobachtet einfach das bolognesische Alltagsleben.

Parco della Montagnola (Parco della Montagnola)
Einer der ältesten Parks der Stadt, nah am Bahnhof und seit Jahrhunderten ein Ort für Feste, Spiele und Begegnung. Die monumentale Treppe und die kleinen Wege geben dem Park eine fast historische Bühnenwirkung.

Parco 11 Settembre 2001 (Parco 11 Settembre 2001)
Ein langer Grünzug, der gut für einen schnellen Spaziergang oder eine Laufstrecke geeignet ist. Er verbindet Stadtteile und zeigt Bologna jenseits der klassischen Altstadt.

Parco della Zucca (Parco della Zucca)
Ein angenehmer Park für Familien und alle, die kurz raus aus dem Zentrum wollen. Spielbereiche und Grünflächen machen ihn praktisch für eine entspannte Stunde.

Parco dei Cedri (Parco dei Cedri)
Ruhiger, großzügiger Park mit viel Schatten – ideal an warmen Tagen. Wer Bologna langsam erleben will, findet hier genau das richtige Tempo.


⚓ Die Uferpromenaden in Bologna

Bologna liegt nicht am Meer, aber Wasser spielt trotzdem eine Rolle: Kanäle und Wasserläufe haben die Stadtgeschichte geprägt, auch wenn viele Abschnitte heute verborgen sind. Wenn du "Ufergefühl" suchst, findest du es entlang der Kanäle und an Stellen, wo Bologna kurz seine zweite, wassernahe Seite zeigt. Es ist keine klassische Promenade mit Palmen – eher ein stiller Spaziergang, der Bologna überraschend anders wirken lässt.

Kanalblick Via Piella (Finestrella di Via Piella)
Ein kurzer, aber eindrucksvoller Ufermoment: Durch die Finestrella siehst du den Canale delle Moline wie eine Mini-Wasserstraße. Ideal für Fotos und als kleiner Perspektivwechsel im Altstadtprogramm.

Canale Navile – Spazierwege (Canale Navile)
Außerhalb der engsten Altstadt lassen sich Abschnitte des Navile-Kanals besser erleben. Gut für einen ruhigen Spaziergang, wenn du Bologna einmal ohne Plätze und Arkaden sehen möchtest.


🏊 Schwimmen und Baden in Bologna

Bologna ist eine Stadt zum Gehen und Essen – aber an heißen Tagen sind Schwimmbäder Gold wert. In und um die Stadt gibt es mehrere Anlagen für Sport und Freizeit, oft mit Bahnen für Training und Bereichen für entspanntes Baden. Gerade im Sommer lohnt es sich, das Bad als "Pause vom Pflaster" einzuplanen.

Stadio del Nuoto – Carmen Longo (Piscina Carmen Longo)
Ein traditionsreiches Schwimmzentrum nahe dem Stadionbereich, geeignet für Training und Veranstaltungen. Ideal, wenn du in Bologna sportlich schwimmen willst und eine "echte" Anlage suchst.

Piscina Olimpionica (Piscina Olimpionica Bologna)
Eine Anlage für Bahnen und Kursangebote, oft mit klarer Sport-Ausrichtung. Praktisch, wenn du gezielt eine Schwimmeinheit einbauen möchtest.

Piscina Cavina (Piscina Cavina)
Eine weitere Option für Freizeit- und Sportschwimmen im Stadtgebiet. Gut, wenn du flexibel bleiben willst und eine unkomplizierte Badlösung suchst.


🎡 Freizeit und Unterhaltung in Bologna

Bologna bietet Freizeit weniger als "Attraktionspark", sondern als Stadtgefühl: Unter Arkaden bummeln, im Park sitzen, am Abend in die Osteria – und alles wirkt sofort stimmig. Für Familien und Neugierige gibt es thematische Orte, an denen Essen, Kultur und Erleben zusammenkommen, etwa kulinarische Erlebniswelten außerhalb des Zentrums. Sportlich ist Bologna angenehm niedrigschwellig: Parks, Laufstrecken und Fahrradwege machen Bewegung leicht, ohne dass du dafür planen musst. Und wer Unterhaltung sucht, findet sie in Form von Konzerten, kleinen Festivals, Kinoabenden und einer studentisch geprägten Barszene, die sich nicht geschniegelt gibt, sondern lebendig.


🗼 Die Aussichtspunkte in Bologna

Bologna belohnt Höhe: Türme und Hügel liefern Ausblicke, die die Arkadenstadt plötzlich weit machen. Der Klassiker ist die Altstadtperspektive von oben, doch genauso stark ist der Blick von San Luca, wo Bologna wie eine rote Insel in der Ebene liegt. Wenn du nur einen Aussichtspunkt schaffst, wähle nach Stimmung: Stadtgeometrie (Turm) oder Panorama (Hügel).

Torre degli Asinelli (Torre degli Asinelli)
Der berühmteste Blick über Bologna: Dächer, Kuppeln, Arkadenlinien und die Ebene bis zum Horizont. Der Aufstieg ist sportlich, aber die Aussicht macht ihn sofort vergessen.

San Luca – Hügelblick (Santuario di San Luca)
Vom Hügel bei San Luca öffnet sich Bologna als Panorama: Rotbraun, weit, ruhig. Der Weg über den Portico di San Luca ist dabei Teil des Erlebnisses – oben wirkt die Stadt wie ein Versprechen.

Terrassen rund um Piazza Maggiore (Piazza Maggiore / dintorni)
In der Altstadt findest du immer wieder kleine Höhenmomente – etwa von zugänglichen Terrassen oder erhöhten Innenhöfen. Nicht immer spektakulär, aber oft besonders stimmungsvoll bei Abendlicht.


Abendstimmung unter den historischen Arkaden von Bologna mit beleuchteten Säulengängen, belebtem Straßencafé, sitzenden Gästen und warmem Licht auf dem Steinpflaster.Abendstimmung unter den historischen Arkaden von Bologna

🥂 Der Abend in Bologna

Am Abend wird Bologna noch bolognesischer: Die Arkaden fangen das Licht, die Plätze kühlen ab, und plötzlich wirkt die Stadt wie ein einziger, langer Aperitivo-Weg. Rund um Piazza Maggiore (Piazza Maggiore), Via Rizzoli (Via Rizzoli) und in den Seitenstraßen des Zentrums sitzen Menschen dicht beieinander, aber ohne Gedränge – Bologna kann voll sein und trotzdem entspannt wirken. Wer "klassisch" essen möchte, landet in Trattorien mit Ragù, Tortellini und Wein im Glas; wer lieber snackt, streift durch Quadrilatero und Märkte, wo die Stadt kulinarisch am ehrlichsten ist.

Für Nightlife mit Charakter ist die Via del Pratello (Via del Pratello) eine feste Adresse: bohemisch, studentisch, lebendig, mit Bars, die eher Gespräch als Show sind. Wer es spektakulärer mag, trinkt in besonderen Räumen – etwa in historischen Innenräumen mit Fresken, die Bologna ganz nebenbei als Kulturstadt markieren. Und wenn du nur spazieren willst: Bologna funktioniert nachts hervorragend zu Fuß, weil Arkaden und warme Fassaden die Stadt sicher und angenehm wirken lassen.

Veranstaltungsorte gibt es viele, aber sie drängen sich nicht auf: Theater- und Konzertabende, kleinere Bühnen, Kino, Festivals – Bologna spielt Kultur so, wie es lebt: selbstverständlich. Besonders stimmungsvoll sind Abende, an denen du vom Essen direkt in Musik oder eine Ausstellung "rüberwechselst", ohne große Wege. Wer noch Energie hat, plant den nächsten Morgen gleich mit: Bologna ist eine Stadt, in der man abends gerne länger sitzt, weil man weiß, dass sie am nächsten Tag genauso freundlich weitergeht – mit Arkaden, Märkten und einem Espresso, der wieder alles zusammenbindet.


Via Europe

Panoramabild auf im Dorf Dozza mit bemalten Fassaden. Eine Frau füttert Tauben.Dozza

📷 Ausflugsziel: Dozza – Das bemalte Dorf der Emilia-Romagna

Nur etwa 35 Kilometer südöstlich von Bologna liegt das außergewöhnliche Dorf Dozza, das zu den farbenfrohsten Kleinstädten Italiens zählt. Berühmt ist Dozza für seine kunstvoll bemalten Hausfassaden: Internationale Künstler verwandeln seit Jahrzehnten die Gassen, Mauern und Tore in eine offene Galerie unter freiem Himmel. Jeder Spaziergang wird so zu einer Entdeckungsreise zwischen moderner Kunst, mittelalterlicher Architektur und ländlicher Atmosphäre.

Zentrum des Ortes ist die imposante Rocca Sforzesca, eine gut erhaltene Festung aus dem 13. Jahrhundert, die über dem Dorf thront. In ihrem Inneren befindet sich heute eine Vinothek mit regionalen Weinen, denn Dozza liegt mitten im Weinbaugebiet der Emilia-Romagna. Die Kombination aus Kunst, Geschichte und Genuss macht den Ort besonders reizvoll – ideal für Fotografie, entspanntes Schlendern und eine Pause im Café.

Für einen Rundgang durch das Dorf und einen Besuch der Festung sollte man etwa 90 Minuten bis zwei Stunden einplanen. Die Anfahrt von der Etappe Bologna dauert rund 40 Minuten in südöstlicher Richtung. Parkmöglichkeiten befinden sich unterhalb der Altstadt; von dort erreicht man das historische Zentrum in wenigen Minuten zu Fuß.



Via Europe Die Via Europe Tour von Bologna nach Forlì

Dieser Abschnitt der Via Europe führt dich auf rund 74 km in südöstlicher Richtung über Landstraßen am Rand der flachen Po-Ebene. Die Strecke verläuft durch sehr fruchtbares Agrarland mit Feldern, Obstplantagen und kleinen Siedlungen. Stetig begleitet der Blick auf die Ausläufer der Apenninen den Weg und kündigt den Übergang in das hügeligere Hinterland an. Auf der Strecke nach Forlì liegen folgende Zwischenetappen:

🏘️ San Lazzaro di Savena
San Lazzaro di Savena ist eine urbane Kleinstadt mit historischem Kern am östlichen Rand von Bologna. Sie markiert den Übergang von der Metropole in die offene Agrarlandschaft.

🏘️ Castel San Pietro Terme
Castel San Pietro Terme ist eine historische Kleinstadt mit Thermentradition. Das gepflegte Zentrum und die umliegenden Felder prägen das Ortsbild.

🏘️ Imola
Imola ist eine urbane Kleinstadt mit reicher Geschichte und bekanntem Stadtbild. Die Mischung aus Altstadt, Industrie und Rennsporttradition verleiht dem Ort besondere Bekanntheit.

🏘️ Faenza
Faenza ist eine historische Kleinstadt, die international für ihre Keramikkunst bekannt ist. Das urbane Zentrum liegt eingebettet zwischen fruchtbaren Ebenen und den ersten Hügeln der Apenninen.

In Forlì erwartet dich eine Stadt mit eleganten Plätzen und breiten Straßenzügen. Die Lage zwischen Po-Ebene und Apenninen macht Forlì zu einem wichtigen regionalen Zentrum der Romagna.


Nächste Etappe:
Forlì 74 km

<< Zurück zu Ferrara