Sevilla – Stadt der Feste und andalusische Pracht

Musik, Plätze und markante Wahrzeichen hinterlassen starke Eindrücke. Entdecke, warum Sevilla als kulturelles Herz Andalusiens gilt.

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Plaza de España in Sevilla mit der farbenprächtigen Brücke, dem Wasserbecken und der historischen Backsteinarchitektur bei klarem Sonnenlicht und malerischen weiß-grauen Wolken am Himmel.Plaza de España in Sevilla

Flagge Spanien Das Wichtigste über Sevilla im Überblick

🗺️ Sevilla liegt im Südwesten der Iberischen Halbinsel am Unterlauf des Guadalquivir und ist Hauptstadt Andalusiens und der gleichnamigen Provinz. Die Stadt breitet sich in einer breiten Flussebene aus, die Altstadt liegt überwiegend am östlichen Ufer, während Triana, Los Remedios und die Insel La Cartuja am westlichen Ufer liegen. Zentrale Bezugspunkte sind die Kathedrale mit der Giralda, der Real Alcázar, die Plaza de la Encarnación ("Setas") und die Achse zwischen Plaza Nueva und Plaza de San Francisco.

📜 Die Stadt geht auf phönizische und römische Wurzeln (Hispalis) zurück, erlebte unter den Mauren als Isbiliya eine Blüte und wurde 1248 von Ferdinand III. erobert. Im 16. Jahrhundert war Sevilla dank des amerikanischen Handels über das Monopol des Casa de la Contratación eine der reichsten Städte Europas. Später verlor sie an Bedeutung, gewann aber durch Industrialisierung, Eisenbahn und die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929 neue Impulse. Heute ist Sevilla eine moderne Dienstleistungs- und Kulturmetropole mit UNESCO-Welterbe aus Kathedrale, Alcázar und Archivo de Indias.

👪 In Sevilla leben knapp 690.000 Einwohner, im Großraum rund 1,5 Millionen. Die Mehrheit sind Andalusier, ergänzt durch eine wachsende Zahl ausländischer Bewohner – unter anderem aus Lateinamerika, Marokko und anderen EU-Staaten. Diese Mischung prägt Viertel wie Macarena, Nervión und Triana und sorgt für ein lebendiges Stadtbild mit starkem lokalem Selbstbewusstsein.

🏘️ Die Altstadt (Casco Antiguo) gehört zu den größten Altstädten Europas und reicht von der Kathedrale und dem Arenal-Viertel mit Stierkampfarena bis zur Macarena im Norden. Westlich des Flusses liegen Triana mit seinen Keramiktraditionen und Los Remedios mit breiten Avenidas. Moderne Wohn- und Geschäftsviertel finden sich in Nervión und Sevilla Este; auf La Cartuja erinnern Pavillons und Grünflächen an die Expo '92. Entlang des Guadalquivir ziehen sich Uferpromenaden mit Bars, Terrassen und Aussichtspunkten.

🏆 Typisch für Sevilla sind die Karwoche mit ihren Prozessionen, die Feria de Abril mit Pferden, Trachten und Casetas, der Flamenco in Bars und Peñas, Orangenbäume in den Straßen sowie Architektur-Ikonen wie Giralda, Plaza de España und Metropol Parasol. Viele Besucher erinnern sich an den Duft von Orangenblüten im Frühling, das Glockenspiel der Giralda, Tapas in der Altstadt und laue Abende am Fluss.


Sevilla Erleben

📷 Was gibt es in Sevilla zu erleben?

An einem Tag in Sevilla lässt sich ein intensiver Eindruck von Geschichte, Stadtleben und Flussufer gewinnen. Am Vormittag beginnt man idealerweise an der Kathedrale, besucht das Innere mit dem Grabmal von Kolumbus und steigt zur Giralda hinauf, um den Blick über Dächer und Fluss zu genießen. Direkt daneben lädt der Real Alcázar mit Palästen, Mudejar-Dekor und weitläufigen Gärten zu einem Rundgang ein. Nach einem Mittagssnack in einer Tapasbar des Barrio Santa Cruz bummelt man durch die verwinkelten Gassen und schattigen Innenhöfe. Am Nachmittag geht es durch den Parque de María Luisa zur Plaza de España, wo man Keramikbänke, Kanäle und die monumentale Kulisse der Ibero-Amerikanischen Ausstellung von 1929 erlebt. Später bietet ein Spaziergang entlang des Guadalquivir – etwa zwischen Torre del Oro und Triana-Brücke – entspannte Flussatmosphäre. Abends taucht man in Triana oder in der Altstadt in Bars, Bodegas und Flamenco-Lokale ein und erlebt Sevilla bei Tapas, Musik und illuminierten Monumenten.


⛲ Der Hauptplatz von Sevilla

Als zentraler städtischer Platz gilt die Plaza Nueva (Plaza Nueva), an deren Nordseite das Rathaus steht. Der rechteckige Platz ist von Bäumen, Bänken, einer Reiterstatue und repräsentativen Gebäuden umgeben. Er bildet das Ende der Fußgängerzone Calle Tetuán / Calle Sierpes und dient als Knotenpunkt für Feste, Demonstrationen und Veranstaltungen. In unmittelbarer Nähe liegen die Plaza de San Francisco vor der Fassade des Ayuntamiento und die Plaza de la Encarnación mit dem modernen Metropol Parasol, sodass sich mehrere Plätze zu einem lebendigen Zentrum verbinden.


🏰 Sehenswürdigkeiten in Sevilla

Sevilla besitzt eine außergewöhnlich dichte Konzentration bedeutender Sehenswürdigkeiten, von maurischen Palästen über gotische Kathedrale bis hin zu modernen Wahrzeichen.

Kathedrale von Sevilla und Giralda (Catedral de Sevilla y La Giralda)
Die Kathedrale ist eine der größten gotischen Kirchen der Welt und wurde auf den Fundamenten der früheren Hauptmoschee errichtet. Im Inneren beeindrucken das riesige Mittelschiff, der reich verzierte Hochaltar und das Grabmal von Christoph Kolumbus. Der Glockenturm Giralda war ursprünglich das Minarett der Almohaden-Moschee und erhielt später einen Renaissance-Aufbau – heute ist er das Symbol der Stadt, von dessen Rampen sich ein großartiger Rundblick bietet.

Real Alcázar de Sevilla (Real Alcázar de Sevilla)
Der königliche Palastkomplex vereint islamische, mudejarische, gotische, Renaissance- und barocke Elemente. Besonders bekannt sind die filigranen Stuckdekore, Azulejos, Innenhöfe wie der Patio de las Doncellas und die großen Gärten mit Palmen, Wasserbecken und Pavillons. Der Alcázar gehört zum UNESCO-Welterbe und wird noch heute von der spanischen Königsfamilie genutzt.

Plaza de España und Parque de María Luisa (Plaza de España / Parque de María Luisa)
Die halbkreisförmige Plaza de España mit Kanälen, Brücken und Kachelbänken, die die spanischen Provinzen darstellen, wurde für die Ibero-Amerikanische Ausstellung 1929 errichtet. Dahinter erstreckt sich der Park María Luisa mit schattigen Alleen, Brunnen und Pavillons – eine der beliebtesten Grünanlagen der Stadt.

Torre del Oro und Uferpromenade (Torre del Oro)
Der "Goldturm" aus almohadischer Zeit steht am Ufer des Guadalquivir und diente als Verteidigungsturm und später als Lager für Schätze aus Übersee. Heute beherbergt er ein kleines Marinemuseum und bietet von der Aussichtsplattform einen Blick auf Fluss, Altstadt und Triana.

Metropol Parasol – Setas de Sevilla (Metropol Parasol)
Die moderne Holzkonstruktion auf der Plaza de la Encarnación, im Volksmund "Setas" (Pilze) genannt, bietet auf mehreren Ebenen Marktstände, einen Platz, archäologische Funde und einen geschwungenen Dachrundweg mit Aussicht über die Stadt – ein starker Kontrast zur historischen Architektur.


Außenansicht eines Souvenirgeschäfts in Sevilla aus einem leicht seitlichen Blickwinkel, in einem weißen neoklassischen Gebäude mit verzierten Metallbalkonen und Pflanzkübeln. Über der breiten Schaufensterfront hängt ein großes Ladenschild, darunter stehen Postkartenständer und Regale mit Magneten und Keramik, während bunte Tücher, Fächer, Taschen und Hüte am Eingang präsentiert werden. Souvenirgeschäft in Sevilla

🛒 Einkaufen in Sevilla

Die wichtigsten Einkaufsstraßen liegen im Altstadtbereich zwischen Plaza Nueva, Calle Tetuán, Calle Sierpes und Calle Velázquez. Hier finden sich Modeketten, Schuhläden, Juweliere und traditionelle Geschäfte. In den Vierteln Santa Cruz, Arenal und Triana entdeckt man kleine Boutiquen, Läden mit Keramik, Fächern, Flamenco-Mode und regionalen Spezialitäten.

Mercado de Triana (Mercado de Triana)
Dieser Markt in einer historischen Markthalle direkt an der Brücke von Triana bietet frischen Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst und Tapasstände. Er spiegelt das Alltagsleben des Viertels und eignet sich hervorragend, um lokale Produkte zu probieren.

Mercado de la Encarnación (Mercado de la Encarnación)
Unterhalb des Metropol Parasol befindet sich ein moderner Markt mit Lebensmitteln und kleinen Essensständen – eine Kombination aus zeitgenössischer Architektur und traditionellem Markttreiben.

Einkaufszentren und Bigboxstores (Centros comerciales y áreas comerciales periféricas)
In Vierteln wie Nervión, Los Arcos oder Sevilla Este liegen große Einkaufszentren mit internationalen Marken, Elektronik, Gastronomie und Kinos. An den Ausfallstraßen ergänzen Supermärkte, Baumärkte und Möbelhäuser das Angebot – praktisch für längere Aufenthalte und Selbstversorger.


Kultur in Sevilla

🏛️ Museen in Sevilla

Museum der Schönen Künste von Sevilla (Museo de Bellas Artes de Sevilla)
Untergebracht im ehemaligen Konvent La Merced Calzada, gilt dieses Museum als eines der bedeutendsten Kunstmuseen Spaniens. Schwerpunkte sind Gemälde der Sevillaner Schule des 17. Jahrhunderts mit Werken von Murillo, Zurbarán und Valdés Leal. Innenhöfe, Kreuzgänge und Säle bilden eine eindrucksvolle Kulisse für die Sammlung.

Archivo General de Indias (Archivo General de Indias)
Das Archiv im ehemaligen Börsengebäude bewahrt Dokumente aus der Zeit des spanischen Kolonialreichs in Amerika und Asien auf. Karten, Briefe und Akten erzählen von Entdeckungsreisen, Handel und Verwaltung. Einige Bereiche sind als Ausstellung zugänglich und gehören zum UNESCO-Welterbe.

Museum von Sevilla (Museo de Sevilla / Museo Arqueológico y Museo de Artes y Costumbres Populares)
Im Parque de María Luisa liegen das Archäologische Museum mit Funden aus römischer und vorrömischer Zeit – darunter der berühmte Schatz von El Carambolo – sowie das Museum für Volkskunde mit Einblicken in Handwerk, Traditionen und Alltagskultur Andalusiens.


🗿 Monumente in Sevilla

Denkmal für Christoph Kolumbus und andere Entdecker (Monumentos a Colón y descubridores)
In Parks und Plätzen – etwa in den Jardines de Murillo oder nahe der Universität – erinnern Denkmäler an Kolumbus und andere Akteure der Entdeckungsfahrten. Sie symbolisieren die Rolle Sevillas als Tor zur Neuen Welt.

Stierkampfarena La Maestranza (Plaza de Toros de la Real Maestranza de Caballería)
Die Maestranza ist eine der berühmtesten Stierkampfarenen Spaniens. Ihr markanter Rundbau am Flussufer mit weiß-gelber Fassade und Innenhof gehört zu den meistfotografierten Monumenten der Stadt; ein Museum erklärt Geschichte und Tradition der Arena.


⛪ Kirchen in Sevilla

Die bedeutendste Kirche der Stadt ist die Kathedrale von Sevilla (Catedral de Sevilla). Sie wurde ab dem 15. Jahrhundert auf dem Gelände der ehemaligen Almohaden-Moschee errichtet und vereinigt gotische, Renaissance- und barocke Elemente. Der riesige Innenraum mit fünf Schiffen, dem Chorgestühl, Kapellen und dem Hochaltar zählt zu den beeindruckendsten Sakralräumen Europas. Die Giralda, das ehemalige Minarett, fungiert als Glockenturm und bietet über Rampen Zugang zur Aussichtsplattform.

Basilika der Macarena (Basílica de la Macarena)
Im Norden der Altstadt liegt diese Kirche mit der verehrten Jungfrau Esperanza Macarena, einer der wichtigsten Figuren der Karwoche. Die Basilika ist Zentrum großer Prozessionen und ein wichtiger Ort der Volksfrömmigkeit.

Kirchen San Salvador und Santa Ana (Iglesia del Salvador / Parroquia de Santa Ana)
Die barocke Kirche El Salvador auf einer ehemaligen Moschee ist durch ihre Fassade und den reich ausgestatteten Innenraum bekannt, während Santa Ana in Triana als eine der ältesten Pfarrkirchen Sevillas gilt und eng mit der Geschichte des Viertels verbunden ist.


🎨 Kunst in Sevilla

Flamenco-Szene und Tablaos (Tablaos y Peñas flamencas)
Sevilla ist ein Zentrum des Flamenco. In Tablaos, Bars und Peñas – etwa im Viertel Triana oder rund um die Altstadt – finden Abendshows statt, die Gesang, Gitarre und Tanz verbinden. Einige bieten traditionellere, andere touristisch orientierte Programme, doch die Verbindung von Kunst und Emotion ist überall spürbar.

Museo de Bellas Artes und Galerien (Museo de Bellas Artes y galerías)
Neben dem Museum der Schönen Künste beleben zahlreiche kleine Galerien in der Altstadt und auf La Cartuja die Kunstszene. Ausstellungen zu Malerei, Fotografie und zeitgenössischer Kunst, Street-Art-Projekte und Festivals ergänzen das kulturelle Angebot.


Aktivitäten in Sevilla

🌳 Parks in Sevilla

Parque de María Luisa (Parque de María Luisa)
Dieser weitläufige Park südlich der Altstadt ist die grüne Lunge Sevillas. Er wurde im Zuge der Ibero-Amerikanischen Ausstellung gestaltet und bietet schattige Alleen, Teiche, Pavillons, Gärten und zahlreiche Bänke – ideal für Spaziergänge, Radtouren und Kutschfahrten.

Jardines de Murillo und Jardines de Catalina de Ribera (Jardines de Murillo / Jardines de Catalina de Ribera)
Diese nebeneinanderliegenden Gärten schließen an das Barrio Santa Cruz und die Außenmauern des Alcázar an. Palmen, Orangenbäume, Keramikbänke und springende Wasserläufe schaffen eine besonders sevillanische Atmosphäre.

Parque del Alamillo (Parque del Alamillo)
Nördlich des Zentrums, auf der Insel La Cartuja, liegt dieser große Park mit Wiesen, Picknickbereichen, Seen und Spielplätzen. Er ist ein beliebtes Ziel für Familien, Jogger und Radfahrer.


⚓ Die Uferpromenade in Sevilla

Der Guadalquivir prägt das Stadtbild und bietet mehrere Abschnitte mit Promenaden und Ausblicken auf Wasser, Brücken und historische Bauten.

Paseo de Colón und Ufer vor der Maestranza (Paseo de Colón)
Zwischen Torre del Oro und Puente de Triana verläuft die Uferpromenade mit Blick auf den Fluss, die Arena und das gegenüberliegende Triana. Am Abend treffen sich hier Spaziergänger, Straßenkünstler und Gäste der Flusslokale.

Ufer von Triana und Betis-Straße (Calle Betis)
Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses bietet die Calle Betis eine Reihe von Bars und Restaurants mit Terrassen direkt am Wasser. Von hier genießt man einen der schönsten Blicke auf die Altstadt, besonders bei Sonnenuntergang.


🏊 Schwimmen und Baden in Sevilla

Städtische Schwimmbäder und Sportzentren (Piscinas municipales y centros deportivos)
In Sevilla gibt es mehrere kommunale Schwimmhallen und Freibäder in verschiedenen Stadtteilen. Sie bieten Sportbecken, Kinderbereiche und Kurse und dienen Einwohnern als Ausgleich zu den heißen Sommern.

Freiluftbäder am Stadtrand (Piscinas de verano)
Im Sommer öffnen zusätzliche Freibäder und Wasseranlagen in Sport- und Freizeitkomplexen. Für einen Tag am Meer lohnen sich Ausflüge an die Strände der Costa de la Luz, etwa nach Matalascañas oder Chipiona.


🎡 Freizeit und Unterhaltung in Sevilla

Freizeit in Sevilla bedeutet Kultur, Feste und Leben im Freien. Im Frühjahr ziehen die Prozessionen der Semana Santa mit ihren kunstvollen Pasos, Kapuzenbrüdern und Bands tausende Besucher an. Kurz darauf verwandelt die Feria de Abril das Gelände in Los Remedios in eine Welt aus Casetas, Pferden, Sevillanas und Lichtern. Das ganze Jahr über bieten Theater wie das Teatro de la Maestranza, das Lope de Vega und kleinere Bühnen Oper, Klassik, Theater und Tanz. Sportlich Aktive laufen oder radeln am Guadalquivir, nutzen Parks wie Alamillo oder María Luisa und verfolgen Spiele des Fußballklubs Sevilla FC oder Real Betis. Bootstouren auf dem Fluss, Kutschfahrten durch die Altstadt, Street-Art-Touren auf La Cartuja und kulinarische Entdeckungstouren von Tapasbar zu Tapasbar runden das Angebot ab.


🐟 Das Aquarium in Sevilla

Sevilla-Aquarium (Acuario de Sevilla)
Am Ufer des Guadalquivir, nahe des Parque de María Luisa, befindet sich das Aquarium von Sevilla. Thematisch orientiert es sich an der Route von Magellan und zeigt Meeresökosysteme vom Guadalquivir über den Atlantik bis zum Pazifik. Haie, Rochen, Schildkröten und zahlreiche Fischarten sowie pädagogische Programme machen es zu einem beliebten Ziel für Familien.


🗼 Der Aussichtspunkt in Sevilla

Die schönsten Ausblicke über Sevilla bieten Giralda und Metropol Parasol. Von der Giralda sieht man die gesamte Altstadt, den Fluss und die weite Ebene; der Aufstieg erfolgt über Rampen statt Treppen. Metropol Parasol wiederum bietet einen Rundweg auf dem Dach, der vor allem bei Sonnenuntergang eindrucksvolle Blicke über Dächer, Kirchtürme und moderne Viertel ermöglicht. Weitere Perspektiven erhält man von Brücken über den Guadalquivir und von Aussichtspunkten auf der Insel La Cartuja.


Belebtes Straßencafé an der Calle Compañía in Sevilla bei Sonnenuntergang mit warm erleuchteten Laternen und Tischen, Spaziergängern auf dem Platz und dem markanten Metropol Parasol im Hintergrund, während die Fassaden und Fenster im Abendlicht leuchten. Calle Compañía in Sevilla am Abend

🥂 Der Abend in Sevilla

Wenn die Hitze des Tages nachlässt, erwacht Sevilla zu einem besonders intensiven Abendleben. In der Altstadt rund um die Kathedrale, im Barrio Santa Cruz, an der Plaza de la Alfalfa und auf der Plaza del Salvador füllen sich Bars und Tabernas. Man beginnt mit einem Glas Rioja oder einem kühlen Manzanilla und probiert Tapas wie "espinacas con garbanzos", Iberico-Schinken, frittierten Fisch oder kleine montaditos. Später verlagert sich das Geschehen an den Guadalquivir: Entlang der Calle Betis in Triana oder am Paseo de Colón sitzen Menschen auf Terrassen mit Blick auf den Fluss.

Flamenco-Liebhaber besuchen Tablaos oder kleine Peñas, in denen Cante, Gitarre und Tanz oft bis spät in die Nacht andauern. In warmen Nächten herrscht auf den Straßen, in Höfen und auf Dachterrassen eine fast festliche Stimmung – besonders während der Semana Santa und der Feria, wenn Prozessionen, Lichter und Musik das Stadtbild prägen. Wer es ruhiger mag, genießt einen abendlichen Spaziergang durch die beleuchtete Altstadt, lauscht Kirchenglocken und Straßenmusikern und lässt den Tag mit einem Blick auf die angestrahlte Giralda ausklingen.


Via Europe

Amphitheater von Italica im SonnenscheinItálica

📷 Ausflugsziel: Itálica – Monumentale römische Ruinenstadt vor den Toren Sevillas

Die Itálica liegt bei Santiponce nordwestlich von Sevilla und zählt zu den bedeutendsten römischen Ausgrabungsstätten der Iberischen Halbinsel. Gegründet wurde die Stadt bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. und erreichte ihre Blütezeit unter den römischen Kaisern Trajan und Hadrian, die hier geboren wurden. Besonders eindrucksvoll ist die weitläufige Struktur der Ruinen: breite Straßen, Hausgrundrisse mit Innenhöfen und gut erhaltene Mosaikböden vermitteln ein klares Bild des römischen Stadtlebens. Herausragendes Wahrzeichen ist das große Amphitheater, eines der größten seiner Art im römischen Reich, das sich offen in die Landschaft einfügt. Die Kombination aus archäologischer Tiefe, großzügigen Freiflächen und ruhiger Lage macht Itálica zu einem sehr fotogenen und zugleich eindrucksvollen Geschichtsort.

Für den Besuch von Itálica sollten etwa eineinhalb bis zwei Stunden eingeplant werden, um die Ausgrabungsflächen und das Amphitheater in Ruhe zu erkunden. Von der Etappe Sevilla aus liegt Itálica rund 9 Kilometer nordwestlich und ist mit dem Auto in etwa 20 Minuten erreichbar. Parkmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe des Eingangs; von dort sind die Ruinen nach wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.



Via Europe Die Via Europe Tour von Sevilla nach Beja

Dieser Abschnitt der Via Europe ist mit rund 233 km ein langer Übergang in nordwestlicher Richtung von Andalusien nach Portugal. Die Strecke verläuft weitgehend flach über sanfte Hügel und wirkt über große Teile dünn besiedelt, abgesehen von einer Kette kompakter Kleinstädte entlang der Route. Intensive Landwirtschaft mit großen Feldern und Plantagen wechselt sich mit Brachflächen und offenen Ebenen ab, bevor du schließlich die Grenze zu Portugal erreichst und ins Alentejo weiterfährst. Auf der Strecke nach Beja liegen folgende Zwischenetappen:

🏘️ Sanlúcar la Mayor
Sanlúcar la Mayor ist eine historisch gewachsene Kleinstadt westlich von Sevilla. Sie markiert den Start des Übergangs aus dem Ballungsraum in offenes Agrarland.

🏘️ Manzanilla
Manzanilla ist eine ländlich-historische Kleinstadt im ruhigen Hinterland. Wein- und Agrarlandschaft prägen die Umgebung des Ortes.

🏘️ Villalba del Alcor
Villalba del Alcor ist eine historische Kleinstadt mit kompaktem Ortskern. Felder und sanfte Hügel umgeben die Siedlung.

🏘️ La Palma del Condado
La Palma del Condado ist eine historisch geprägte Kleinstadt mit regionaler Bedeutung. Der Ort liegt in einer typischen andalusischen Agrarlandschaft mit weiten Horizonten.

🏘️ Villarrasa
Villarrasa ist eine historische Kleinstadt in offener Ebene. Landwirtschaftliche Flächen reichen hier bis an die Ortsränder.

🏘️ Niebla
Niebla ist eine historische Kleinstadt, bekannt für ihre beeindruckenden Stadtmauern. Der Ort wirkt wie ein mittelalterlicher Fixpunkt inmitten der weiten Landschaft.

🏘️ San Juan del Puerto
San Juan del Puerto ist eine historisch gewachsene Kleinstadt nahe der Flussräume Richtung Huelva. Der Ort liegt im Übergang von Agrarflächen zu stärker besiedelten Knotenpunkten.

🏘️ Gibraleón
Gibraleón ist eine historische Kleinstadt mit leicht erhöhter Lage über dem Umland. Von hier öffnen sich Blicke über Felder, Flussläufe und Ebenen.

🏘️ San Bartolomé de la Torre
San Bartolomé de la Torre ist eine historisch geprägte Kleinstadt in ländlicher Umgebung. Der kompakte Ortskern liegt zwischen Feldern und trockenen Hügelzügen.

🏘️ Villanueva de los Castillejos
Villanueva de los Castillejos ist eine historische Kleinstadt nahe der Grenze zu Portugal. Die Umgebung wirkt zunehmend ruhiger und weniger intensiv genutzt.

🏘️ Puebla de Guzmán
Puebla de Guzmán ist eine historische Kleinstadt mit traditionellem andalusischem Ortsbild. Weite Ebenen und trockene Kuppen prägen die Landschaft rundherum.

🏘️ Paymogo
Paymogo ist eine historische Kleinstadt im Grenzraum mit ländlichem Charakter. Der Ort liegt in einer offenen, hügeligen Landschaft mit viel Weite.

👮 Grenze zu Portugal
Hier erfolgt der Grenzübertritt von Spanien nach Portugal. Mit dem Wechsel ins Alentejo verändert sich das Landschaftsbild oft hin zu noch mehr Weite und Ruhe.

🏘️ Castle of Serpa
Serpa ist eine historische Kleinstadt mit Burganlage und markanter Silhouette. Stadtmauern und weiß getünchte Häuser prägen das Bild des Alentejo-Ortes.

🏘️ Baleizão
Baleizão ist ein ländliches Dorf in offener Alentejo-Landschaft. Ruhe, Felder und weite Horizonte bestimmen den Charakter des Ortes.

In Beja erwartet dich eine traditionsreiche Stadt im Alentejo mit Burg, weitem Blick über die Ebene und ruhigem, authentischem Portugal-Flair. Nach der langen Etappe wirkt Beja wie ein historischer Ankerpunkt mitten in der Weite Südportugals.


Nächste Etappe
Portugal

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