Ioannina – Kulturzentrum von Epirus
Silberschmiedekunst, Museen und lebendige Cafés bestimmen den Rhythmus. Lerne kennen, wie Ioannina Tradition und junges Stadtleben vereint.
Erleben | Kultur | Aktivitäten | Via Europe
Altstadt von Ioannina
Das Wichtigste über Ioannina im Überblick
🗺️ Ioannina (Ιωάννινα), oft auch Yannena (Γιάννενα) genannt, liegt im Nordwesten Griechenlands in der Region Epirus am Westufer des Pamvotida-Sees (Λίμνη Παμβώτιδα). Die Stadt breitet sich auf rund 500 Metern Höhe zwischen Seeufer und dem Berg Mitsikeli aus und ist Hauptstadt der Region Epirus. Zentraler Orientierungspunkt ist das ummauerte Burgviertel Kastro auf einer Seehalbinsel, dazu kommen die Plätze und Einkaufsstraßen der modernen Innenstadt direkt oberhalb des Ufers.
📜 Die Ursprünge Ioanninas reichen bis in die Antike zurück, doch die Stadt gewann vor allem in spätbyzantinischer Zeit als Teil des Despotats von Epirus an Bedeutung. Später wurde sie ein wichtiges Zentrum im Osmanischen Reich; besonders die Herrschaft von Ali Pascha von Ioannina im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert prägte Stadtbild und Geschichte. 1913 wurde Ioannina im Zuge der Balkankriege Teil des modernen Griechenlands. Heute spiegeln Burgmauern, Moscheen, byzantinische Kirchen und neoklassizistische Häuser diese vielschichtige Vergangenheit wider.
👪 In der Gemeinde Ioannina leben über 110.000 Menschen, die eigentliche Stadt zählt rund 65.000 Einwohner. Als Universitätsstadt mit einer großen Hochschule ist Ioannina jung und lebendig, gleichzeitig aber stark von traditioneller epiriotischer Kultur geprägt. Viele Bewohner arbeiten in Verwaltung, Bildung, Handel, Tourismus und im Dienstleistungssektor; Silberhandwerk, regionale Lebensmittelproduktion und kleine Werkstätten ergänzen die moderne Wirtschaftsstruktur.
🏘️ Das Stadtbild vereint das atmosphärische Kastro mit engen Gassen, Innenhöfen, Moscheen und Museen mit einer modernen Innenstadt aus Fußgängerzonen, Wohnblocks und Plätzen. Entlang des Seeufers zieht sich eine lange Promenade mit Cafés, Bäumen und Blick auf die Insel im See. Dahinter steigen die Hänge des Mitsikeli an, während die Ebene Richtung Ambrakischer Golf von Dörfern, Feldern und Flüssen geprägt ist.
🏆 Typisch für Ioannina sind die Burg mit ihren beiden Akropolen, das Seeufer mit Insel und Klöstern, die Silberschmiedetradition, die vielen Museen und das studentische Leben in Bars und Cafés. Als Ausflugsziele locken die Tropfsteinhöhle von Perama, Bergdörfer in Zagori und die Feuchtgebiete rund um den Ambrakischen Golf – Ioannina ist damit idealer Stützpunkt, um Epirus zu erkunden.
Ioannina Erleben
📷 Was gibt es in Ioannina zu erleben?
An einem Tag in Ioannina startest du am besten im Burgviertel Kastro: Du betrittst die Mauern durch eines der Tore, läufst über Kopfsteinpflaster an alten Häusern vorbei und erreichst schließlich die innere Zitadelle Its Kale mit Fethiye-Moschee, dem Grab von Ali Pascha und dem Byzantinischen Museum. Von den Bastionen aus blickst du auf See, Insel und Berge und bekommst ein Gefühl für die strategische Lage der Stadt.
Anschließend spazierst du hinunter zur Seeuferpromenade, wo sich Cafés, Bänke und Anlegestellen aneinanderreihen. Mit einem kleinen Boot setzt du in wenigen Minuten auf die Insel über, erkundest ihre Klöster, engen Gassen und das Museum von Ali Pascha und genießt ein Mittagessen in einer der Tavernen direkt am Wasser. Zurück in der Stadt lohnt ein Abstecher ins Archäologische Museum oder in das Silberschmiedemuseum innerhalb der Burg. Am späten Nachmittag kannst du mit dem Bus oder Taxi zur Tropfsteinhöhle von Perama hinüberfahren, die hoch über dem See im Hügel liegt, und nach der Führung den Blick auf Ioannina von oben genießen. Den Abend verbringst du wieder am Seeufer oder in den Straßen der Innenstadt – zwischen Studentenbars, traditionellen Tsipouro-Lokalen und ruhigen Plätzen.
⛲ Die Hauptplätze von Ioannina
Der zentrale Platz der Stadt ist der Platia Pargis (Πλατεία Πάργης) und der angrenzende Bereich rund um die Fußgängerzone Anexartisias. Hier konzentrieren sich Cafés, Läden und Banken; der Platz dient als Treffpunkt für Studierende, Familien und Berufstätige, die sich tagsüber auf einen Kaffee oder abends auf einen Drink treffen.
Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt ist der Bereich um die Platia Mavili (Πλατεία Μαβίλη) direkt am Seeufer nahe der Burg. Von hier hast du freien Blick auf den Pamvotida-See und die Insel, während hinter dir die Kastro-Mauern emporragen. Kleinere Plätze innerhalb der Burg und in den Wohnvierteln runden das Bild ab und geben Ioannina ein kleinstädtisches, zugleich aber lebhaftes Zentrum.
🏰 Sehenswürdigkeiten in Ioannina
Kastell von Ioannina (Κάστρο Ιωαννίνων)
Die Burg von Ioannina gilt als eines der ältesten byzantinischen Kastelle Griechenlands. Innerhalb der Mauern liegen Wohnviertel, Moscheen, Museen und zwei Akropolen; besonders die südöstliche Zitadelle Its Kale mit Fethiye-Moschee, Ali-Pascha-Grab und Museen ist ein Highlight.
Insel im Pamvotida-See (Νησί Ιωαννίνων)
Die bewohnte Insel im See ist per Boot in wenigen Minuten erreichbar. Mehrere Klöster, darunter das Kloster Agios Panteleimon mit dem Museum von Ali Pascha, enge Gassen und Tavernen direkt am Ufer geben der Insel ein eigenes, fast dörfliches Leben.
See Pamvotida und Uferpromenade (Λίμνη Παμβώτιδα & Παραλίμνιος Περίπατος)
Der See ist das Herz Ioanninas: Rund um das Ufer verläuft eine lange Promenade mit Bäumen und Café-Terrassen. Nebelstimmungen, Spiegelungen und der Blick auf Insel und Berge machen den Rundgang zu jeder Tageszeit reizvoll.
Historisches Zentrum und Kastro-Viertel (Ιστορικό κέντρο & Καστρόπολη)
Zwischen Burg, See und Innenstadt erstrecken sich Gassen mit traditionellen Häusern, Läden, Tsipouro-Bars und kleinen Plätzen. Hier ist die Mischung aus byzantinischem, osmanischem und neuzeitlichem Erbe besonders spürbar.
Perama-Höhle (Σπήλαιο Περάματος)
Nur wenige Kilometer nördlich der Stadt liegt die Tropfsteinhöhle von Perama im Hügel Goritsa. Ein rund 1,1 Kilometer langer Rundweg führt durch beeindruckende Säle, in denen Stalaktiten und Stalagmiten phantasievolle Formen und "Säle" mit Namen wie "Palast der Persephone" bilden.
Souvieniergeschäft in Ioannina
🛒 Einkaufen in Ioannina
Die Einkaufszonen von Ioannina konzentrieren sich auf die Fußgängerstraßen Anexartisias und Averof sowie die umliegenden Gassen. Hier findest du Mode, Schuhe, Buchhandlungen, Technikläden, Konditoreien und Cafés dicht nebeneinander. Die Dimension ist überschaubar, das Angebot aber für eine Regionalhauptstadt vielfältig.
Innenstadtgeschäfte und Boutiquen (Εμπορικά καταστήματα κέντρου)
Entlang der Hauptachsen reihen sich Boutiquen, Schuhläden, Parfümerien und Fachgeschäfte. Viele Betriebe sind familiengeführt, was der Einkaufsatmosphäre etwas Persönliches gibt.
Silberwerkstätten und Juweliere (Αργυροχρυσοχοεία & εργαστήρια ασημιού)
Im Burgviertel und in der Innenstadt liegen Werkstätten und Läden, die silberne Schmuckstücke, Ikonenrahmen und Dekorationsobjekte aus epiriotischer Handarbeit verkaufen – ideale Souvenirs mit starkem Lokalbezug.
Märkte und Feinkost (Αγορές & καταστήματα τοπικών προϊόντων)
Auf Wochenmärkten und in Feinkostgeschäften erhältst du Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Kräuter, Honig, Tsipouro und weitere Spezialitäten aus Epirus. Sie eignen sich hervorragend als Mitbringsel oder für ein Picknick am See.
Supermärkte und Bigboxstores am Stadtrand (Σούπερ μάρκετ & μεγάλα καταστήματα)
Entlang der Ausfallstraßen liegen größere Supermärkte, Möbel- und Elektronikmärkte. Sie sind vor allem für Autoreisende praktisch, die sich für weitere Touren durch Epirus eindecken möchten.
Kultur in Ioannina
🏛️ Museen in Ioannina
Byzantinisches Museum Ioannina (Βυζαντινό Μουσείο Ιωαννίνων)
Innerhalb der Burg im Bereich Its Kale gelegen, präsentiert das Museum byzantinische und nachbyzantinische Funde aus Epirus. Ikonen, Skulpturen, Textilien und Inschriften zeigen die Rolle Ioanninas als religiöses und kulturelles Zentrum.
Archäologisches Museum von Ioannina (Αρχαιολογικό Μουσείο Ιωαννίνων)
Das Museum nahe der Innenstadt dokumentiert die Geschichte Epirus von der Vorgeschichte bis in die römische Zeit. Funde aus Dodona und anderen Orten, Statuen, Grabbeigaben und Alltagsgegenstände geben einen dichten Überblick über die Region.
Städtisches Ethnografisches Museum (Δημοτικό Εθνογραφικό Μουσείο)
Im Aslan-Pascha-Moschee-Komplex im nördlichen Teil der Burg werden Exponate zum Leben der christlichen, muslimischen und jüdischen Gemeinschaften Ioanninas gezeigt. Möbel, Trachten, Gebrauchsgegenstände und Fotos öffnen ein Fenster in das multikulturelle Stadtleben vergangener Jahrhunderte.
Silberschmiedemuseum (Μουσείο Αργυροτεχνίας)
Ebenfalls in der Burg untergebracht, widmet sich dieses Museum der berühmten Silberschmiedekunst Epirus. Werkzeuge, Schmuck, Waffenverzierungen, Haushaltsgegenstände und multimediale Installationen erklären, wie das feine Silberhandwerk entstand und bis heute fortlebt.
Wachsfigurenmuseum Pavlos Vrellis (Ausflug) (Μουσείο Ελληνικής Ιστορίας Παύλου Βρέλλη)
Rund zehn Kilometer südlich der Stadt zeigt dieses Museum in Wachs nachgebildete Szenen aus der griechischen Geschichte und dem Unabhängigkeitskampf. Detailreiche Figuren und sorgfältige Kulissen machen den Besuch zu einer eindrucksvollen Zeitreise.
🎨 Kunst in Ioannina
Städtische Kunstgalerie Ioannina (Δημοτική Πινακοθήκη Ιωαννίνων)
In einem neoklassizistischen Gebäude präsentiert die Galerie Werke moderner griechischer Kunst. Gemälde, Skulpturen und Grafiken stammen von Künstlern aus Epirus und ganz Griechenland.
Silberkunst von Epirus (Ηπειρώτικη αργυροτεχνία)
Die Silberschmiedekunst ist eines der Markenzeichen Ioanninas. In Werkstätten und im Silberschmiedemuseum kannst du filigranen Schmuck, verzierte Gürtel, Waffen und Haushaltsstücke sehen, die handwerkliches Können und künstlerische Gestaltung vereinen.
Byzantinische Kunst in Kirchen und Klöstern (Βυζαντινή τέχνη σε ναούς και μονές)
Ikonen, Fresken und Steinmetzarbeiten in den Kirchen, Klöstern und Museen bilden eine beeindruckende Sammlung byzantinischer und nachbyzantinischer Kunst. Viele Werke sind noch in liturgischem Gebrauch.
Street Art und studentische Kultur (Street Art & φοιτητική κουλτούρα)
Als Universitätsstadt beherbergt Ioannina auch moderne Ausdrucksformen von Graffiti und Street Art. Studentische Initiativen, Konzerte, Theatergruppen und kleinere Festivals sorgen für ein lebendiges Kulturprogramm.
Kulturveranstaltungen im Burgviertel (Πολιτιστικές εκδηλώσεις στο Κάστρο)
Im Sommer werden Innenhöfe, Plätze und Bastionen der Burg zur Bühne für Konzerte, Theater und Open-Air-Kino. Die Kombination aus historischen Mauern und moderner Kunst schafft eine besondere Atmosphäre.
🗿 Monumente in Ioannina
Fethiye-Moschee und Grab von Ali Pascha (Φετιχιέ Τζαμί & Τάφος Αλή Πασά)
Auf der inneren Zitadelle Its Kale steht die Fethiye-Moschee, vor der sich das grabähnliche Mausoleum von Ali Pascha befindet. Der Ort verbindet osmanische Architektur, Stadtgeschichte und den Mythos um den "Löwen von Ioannina".
Uhrturm von Ioannina (Ρολόι Ιωαννίνων)
Der neoklassizistisch-osmanisch anmutende Uhrturm im Zentrum ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Er markiert einen wichtigen Orientierungspunkt zwischen Burg, Innenstadt und See.
Denkmal der Befreiung und Erinnerungsorte (Ηρώα Απελευθέρωσης & μνημεία μνήμης)
Auf Plätzen und an Straßen erinnern Monumente an die Befreiung Ioanninas in den Balkankriegen und an die Opfer von Kriegen und Verfolgung. Sie unterstreichen die Rolle der Stadt in der neueren griechischen Geschichte.
⛪ Kirchen in Ioannina
Ioannina verfügt neben seinen Klöstern und Moscheen auch über bedeutende orthodoxe Kirchen. Viele stammen aus der osmanischen Zeit und verbinden schlichte Außenformen mit reich dekorierten Innenräumen. Die Stadt ist Sitz einer Metropolis, und besonders an hohen Feiertagen füllen Prozessionen, Glockenklänge und Lichterketten die Straßen zwischen Burg und Zentrum.
Metropolitankirche Agios Athanasios (Μητροπολιτικός Ναός Αγίου Αθανασίου)
Die Kathedrale im Stadtzentrum ist dem heiligen Athanasios geweiht und bildet das kirchliche Herz Ioanninas. Ihr heller Innenraum mit Ikonostase, Fresken und Kronleuchtern bietet Platz für große Gottesdienste und Feiern.
Kirche Agios Nikolaos Kopanon (Ιερός Ναός Αγίου Νικολάου Κοπάνων)
Nahe des Sees gelegen, war diese Kirche traditionell mit den Bootsbauern und Fischern verbunden. Ihre Lage leicht erhöht über dem Ufer macht sie zu einem schönen Aussichtspunkt und spirituellen Bezugspunkt der Seeviertel.
Klöster auf der Insel (Μονές στο Νησί Ιωαννίνων)
Die Klöster auf der Insel, etwa Philanthropinon oder Panteleimon, vereinen Fresken, Ikonen und Architektur verschiedener Epochen. Sie waren einst Bildungszentren und sind heute zugleich Wallfahrtsorte, Museen und stille Rückzugsorte.
Aktivitäten in Ioannina
🌳 Parks in Ioannina
Seeuferpark und Promenade (Παραλίμνιο Πάρκο & Περίπατος)
Entlang des Pamvotida-Sees verläuft ein bandartiger Park mit Bäumen, Wegen und Sitzplätzen. Hier kannst du joggen, spazieren, Rad fahren oder einfach den Blick auf Wasser und Insel genießen.
Park Litharitsia (Πάρκο Λιθαρίτσια)
Auf einem kleinen Hügel nahe der Innenstadt liegt der Park Litharitsia, in dem sich auch Festungsreste und ein Café befinden. Von hier hast du schöne Blicke auf Stadt und See in kurzer Gehentfernung vom Zentrum.
Grünanlagen im Burgviertel (Άλση μέσα στο Κάστρο)
Innerhalb der Burg sorgen Bäume, kleine Innenhofgärten und Wiesenflächen für grüne Inseln zwischen den historischen Mauern. Sie bieten Schatten und Ruhe während eines Rundgangs durch das Kastro.
Stadtpark und Spielplätze in Wohnvierteln (Δημοτικό Πάρκο & παιδικές χαρές)
In den Stadtvierteln rund um das Zentrum gibt es kleinere Parks und Spielplätze, die vom Tourismus kaum berührt sind. Sie zeigen Ioannina als Alltagsstadt, in der Kinder spielen und Nachbarn sich treffen.
Naturräume am Mitsikeli und in Epirus (Φυσικοί χώροι στον Μιτσικέλι & στην Ήπειρο)
Die Hänge des Mitsikeli und die Flusstäler der Umgebung sind schnell erreicht und eignen sich für Wanderungen oder Picknicks. Von vielen Punkten siehst du See, Stadt und die Bergketten von Epirus.
⚓ Die Uferpromenaden in Ioannina
Promenade am Seeufer (Παραλίμνιος Περίπατος Ιωαννίνων)
Vom Burgviertel bis weit in die modernen Stadtteile zieht sich eine Uferpromenade mit Bäumen, Bänken und Café-Terrassen. Sie ist die klassische "Volta"-Strecke für Einheimische, besonders in den Abendstunden.
Anlegestellen zur Insel (Αποβάθρες για το Νησί)
Entlang des Seeufers liegen mehrere kleine Anlegestellen, von denen aus Boote zur Insel abfahren. Hier sitzen Menschen am Wasser, füttern die Enten oder warten bei einem Kaffee auf das nächste Boot.
Uferwege bei Perama (Παραλίμνιες διαδρομές στο Πέραμα)
Auf der gegenüberliegenden Seeseite im Ort Perama findest du weitere Uferwege mit Blick zurück auf Ioannina und die Burg. Sie lassen sich gut mit einem Besuch der Tropfsteinhöhle verbinden.
🏖️ Die Strände in Ioannina
Badestellen am Pamvotida-See (Ακτές κολύμβησης στη Λίμνη Παμβώτιδα)
Auch wenn Ioannina nicht am Meer liegt, gibt es am See kleinere Badestellen, an denen Einheimische im Sommer ins Wasser gehen. Flache Uferbereiche und Stege ermöglichen ein erfrischendes Bad mit Bergblick.
Uferbereiche bei Perama (Παραλίμνιες ακτές στο Πέραμα)
Rund um Perama, gegenüber der Stadt, liegen weitere Zugänge zum See. Dort kannst du schwimmen, picknicken oder einfach die Aussicht auf Burg und Insel genießen.
Strände am Ionischen Meer (Ausflug) (Παραλίες Ιονίου Πελάγους)
Wer richtigen Meeresstrand sucht, erreicht mit dem Auto in gut einer Stunde die Küste des Ionischen Meeres, etwa bei Igoumenitsa, Sivota oder Parga. Viele Reisende nutzen Ioannina als Zwischenstopp auf dem Weg dorthin.
🏊 Schwimmen und Baden in Ioannina
Baden im See Pamvotida (Κολύμπι στη Λίμνη Παμβώτιδα)
An ausgewählten Uferabschnitten wird im Sommer im See gebadet. Das Wasser ist kühl und die Kulisse mit Insel und Bergen besonders reizvoll, erfordert aber Rücksicht auf Natur und Bootverkehr.
Schwimmbäder und Sportanlagen (Κολυμβητήρια & αθλητικά κέντρα)
In Ioannina und Umgebung befinden sich Hallen- und Freibäder sowie Sportzentren, die von Vereinen und teils auch von der Öffentlichkeit genutzt werden. Sie eignen sich zum Training oder als Alternative bei unsicherem Wetter.
Kombination mit Meer- und Flussbädern (Συνδυασμός με μπάνιο σε θάλασσα και ποτάμια)
Von Ioannina aus erreichst du sowohl die Strände des Ionischen Meers als auch Flussbadestellen in Epirus. So lässt sich ein Aufenthalt in der Stadt gut mit Tagesausflügen zum Baden verbinden.
🎡 Freizeit und Unterhaltung in Ioannina
Freizeit in Ioannina bedeutet See, Burg und Studentenkultur. Am Ufer wird gejoggt, spaziert oder Fahrrad gefahren, im Kastro-Viertel schlenderst du durch Gassen, Galerien und kleine Läden. Bootstouren zur Insel, Ausflüge zur Perama-Höhle oder in die Bergdörfer von Zagori erweitern das Programm um Natur- und Outdoor-Erlebnisse.
Abends füllen sich Bars, Tsipouro-Lokale und Cafés rund um die Fußgängerzonen und im Burgviertel mit Studierenden und Einheimischen. Live-Musik, kleinere Festivals, Filmabende und ein dichtes Semesterprogramm der Universität sorgen dafür, dass in Ioannina selten Langeweile aufkommt. Trotzdem bleibt die Atmosphäre entspannt und freundlich – eher ein Ort für lange Gespräche am Seeufer als für laute Partynächte.
🐘 Tierwelten in Ioannina
Vogelwelt am Pamvotida-See (Ορνιθοπανίδα στη Λίμνη Παμβώτιδα)
Der See und seine Uferzonen sind Lebensraum zahlreicher Wasservögel und Zugvögel. Enten, Reiher, Kormorane und andere Arten lassen sich gut von der Promenade oder auf der Bootsfahrt zur Insel beobachten.
Naturschutzgebiete in Epirus (Προστατευόμενες περιοχές στην Ήπειρο)
In der Region Epirus gibt es mehrere Schutzgebiete, in denen seltene Pflanzen und Tiere leben. Von Ioannina aus kannst du geführte Touren oder eigene Ausflüge zu Feuchtgebieten, Flusstälern und Berglandschaften unternehmen.
Umwelt- und Naturzentren (Κέντρα Περιβαλλοντικής Εκπαίδευσης)
Umweltzentren und Initiativen in und um Ioannina informieren über Ökosysteme von See und Bergen. Sie richten sich an Schulklassen, Gruppen und interessierte Besucher.
🗼 Die Aussichtspunkte in Ioannina
Bastionen im Kastell (Προμαχώνες στο Κάστρο)
Von den Mauern und Bastionen des Burgviertels blickst du über See, Insel und die Dächer Ioanninas. Besonders am späten Nachmittag ist das Licht über Wasser und Bergen beeindruckend.
Aussicht von Perama (Θέα από το Πέραμα)
Vom Dorf Perama und dem Hügel bei der Tropfsteinhöhle aus öffnet sich ein Panorama über See, Stadt und Mitsikeli. Hier siehst du gut, wie Ioannina zwischen Wasser und Bergflanke eingebettet ist.
Seeufer bei Sonnenauf- und -untergang (Παραλίμνια θέα στην ανατολή και τη δύση)
Die Uferpromenade bietet zu Tagesrandzeiten besonders stimmungsvolle Blicke: Nebel über dem See am Morgen, goldenes Licht und Spiegelungen am Abend.
Höhenzüge am Mitsikeli (Υψώματα Μιτσικελίου)
Wanderungen oder Fahrten auf den Mitsikeli führen zu Aussichtspunkten hoch über Stadt und See. Von hier reicht der Blick weit über Epirus und an klaren Tagen bis zu fernen Bergketten.
Dachterrassen und Cafés (Ταράτσες και καφέ με θέα)
Einige Cafés und Bars verfügen über erhöhte Terrassen mit Blick auf Burg oder See. Sie sind ideal, um bei einem Getränk das Panorama in Ruhe zu genießen.
Abendstimmung in der Fußgängerzone von Ioannina
🥂 Der Abend in Ioannina
Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet, erwacht Ioannina zu einem ruhigen, aber lebendigen Abendleben. Auf der Seeuferpromenade spiegeln sich die Lichter der Stadt im Wasser, während in den Cafés und Bars rund um Platia Pargis, im Burgviertel und entlang der Fußgängerzonen die ersten Gläser klingen. Studierende, Familien und Reisende mischen sich, und die Gespräche ziehen sich oft bis spät in die Nacht.
Typisch für Ioannina sind Tsipouro-Lokale mit vielen kleinen Vorspeisen, Dessertkonditoreien mit reichhaltigen Süßspeisen und moderne Bars mit Musik – alle in Laufdistanz zwischen Burg und Seeufer. Im Sommer kommen Open-Air-Konzerte, Kulturveranstaltungen im Kastro und Filmnächte hinzu. So kannst du den Tag, der vielleicht mit einem Bootsausflug oder einem Höhlenbesuch begonnen hat, entspannt mit Blick auf den still daliegenden Pamvotida-See ausklingen lassen.
Via Europe
Höhle von Perama
📷 Ausflugsziel: Höhle von Perama – Unterirdisches Wunder im Herzen des Epirus
Nur vier Kilometer nördlich von Ioannina, am Ufer des Pamvotida-Sees, liegt die faszinierende Höhle von Perama – eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Griechenlands. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs zufällig entdeckt und später zu einer der meistbesuchten Naturattraktionen des Epirus ausgebaut. Im Inneren erstreckt sich ein rund anderthalb Kilometer langer Rundweg durch gewaltige Hallen und Gänge, die von Tausenden Stalaktiten und Stalagmiten geschmückt sind.
Die kunstvolle Beleuchtung hebt die bizarren Formationen hervor, die teils Namen wie "Königspalast" oder "Saal der Märchen" tragen. Die Temperatur bleibt konstant bei etwa 17 °C, was den Besuch auch im Sommer angenehm macht. Am Ausgang der Höhle führt ein kurzer Pfad zu einem Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über den See von Ioannina und die umliegenden Berge.
Für die geführte Tour durch die Höhle und den Spaziergang zur Aussichtsplattform sollte man etwa 90 Minuten einplanen. Die Anfahrt von der Etappe Ioannina dauert nur rund 10 Minuten in nördlicher Richtung. Parkplätze befinden sich direkt am Besucherzentrum, der Eingang zur Höhle liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
Die Via Europe Tour von Ioannina nach Argos Orestiko
Dieser lange Abschnitt der Via Europe führt dich auf rund 185 km in nordöstlicher Richtung tief in das griechische Hochland. Die hügelige Landstraße überquert drei Gebirgspässe mit jeweils bis zu 750 m Höhenunterschied und eröffnet zahlreiche Aussichtspunkte. Die Route durchquert den Nationalpark Pindos, das Pindos-Gebirge sowie die Grammos-Region und verläuft durch dichte Wälder, Buschland und teils fruchtbare Täler. Auf der Strecke nach Argos Orestiko liegen folgende Zwischenetappen:
🏘️ Metamorfosi
Metamorfosi ist ein kleines Dorf am Berghang mit ruhiger, ländlicher Atmosphäre. Die Umgebung ist geprägt von Wäldern und weiten Ausblicken ins Hochland.
🏘️ Kalpaki
Kalpaki liegt im Hochland an einem Berghang und ist von offenen Landschaften umgeben. Der Ort ist bekannt für seine Lage an einer wichtigen historischen Verbindung durch die Berge.
🏘️ Konitsa
Konitsa ist ein altes Bergdorf, das für sein markantes Viadukt über die Schlucht bekannt ist. Die traditionelle Architektur und die Lage am Fluss machen den Ort besonders sehenswert.
🏘️ Pyrsogianni
Pyrsogianni ist ein historisches Bergdorf mit gut erhaltener Steinarchitektur. Die enge Verbindung zur regionalen Baukultur prägt das Ortsbild.
🏘️ Kefalochori
Kefalochori liegt als Bergdorf in einer Schlucht und wirkt abgeschieden und ursprünglich. Steile Hänge und dichte Wälder bestimmen die Umgebung.
🏘️ Eptachori
Eptachori ist ein altes historisches Bergdorf, ebenfalls in einer Schlucht gelegen. Die Lage im Pindos-Gebirge verleiht dem Ort eine besonders alpine Anmutung.
🏘️ Pentalofos
Pentalofos ist ein weitläufiges Bergdorf mit traditioneller Bausubstanz. Die Ausdehnung des Ortes spiegelt seine frühere regionale Bedeutung wider.
📷 Morfi Steinbrücke
Die Morfi-Steinbrücke ist ein eindrucksvolles Beispiel traditioneller Brückenbaukunst. Sie überspannt eine tiefe Schlucht und ist ein beliebtes Fotomotiv.
🏘️ Pentalofos
In dieser historischen Kleinstadt auf einer Hochebene zeigt sich Pentalofos von seiner urbaneren Seite. Weite Flächen und offene Landschaft prägen die Umgebung.
📷 Totes Wasser Wasserfälle
Die Wasserfälle des sogenannten Toten Wassers liegen versteckt in waldreicher Umgebung. Besonders nach Regenfällen bieten sie eindrucksvolle Naturschauspiele.
🏘️ Neapoli
Neapoli ist eine historische Kleinstadt auf einer Hochebene mit weitem Blick über das Umland. Die Lage macht sie zu einem wichtigen Knotenpunkt im Hochland.
🏘️ Neo Kostarazi
Neo Kostarazi ist ein Dorf am Berghang mit ländlichem Charakter. Von hier öffnet sich die Landschaft langsam in Richtung der Ebenen von Westmakedonien.
In Argos Orestiko erwartet dich eine ruhige Stadt in einer weiten Ebene mit Blick auf die umliegenden Berge. Sie bildet den Übergang vom hochalpinen Charakter des Pindos-Gebirges in offenere Landschaften.
Argos Orestiko 185 km